Deutsche Ankertaumine - Einheitsmine Typ C

EMC

Grafik: Varaianten der Ankertaumine EMC.Grafik: Varaianten der Ankertaumine EMC.
Varianten der EMC mit Kontakteinrichtung und Kette.
Grafik: Deutschen Minenräumdienstvorschrift Nr. 13
Grafik: Varaianten der Ankertaumine EMC.Grafik: Varaianten der Ankertaumine EMC.
Varianten der EMC mit Reißleine und Antennenzündung.
Grafik: Deutschen Minenräumdienstvorschrift Nr. 13

EMC Grundbauart:

Die EMC wurde in verschiedenen Varianten gebaut, als einfache Mine, mit Kettenvorlauf zur Erschwerung des Räumens mit Schneidgreifern, mit Reißleine und mit Antennenzündung. Von der letzt genannten Zündart gab es Varianten mit Antenne nur oben oder unten, sowie Antennen oben und unten. Gemeinsam haben die Varianten das 1,12 Meter im Durchmesser messende kugelförmige Minengefäß aus 3,5 Millimeter Stahlblech. Das Minengefäß besteht aus zwei Halbkugeln die in der Mitte zusammengeschweißt sind. Auf der Naht sitzt ein 100 Millimeter breiter Verstärkungsring. Die Mine hat 7 Bleikappen. Eine Bleikappe sitzt zentrisch mit einem Flansch oben auf der Mine, vier weitere Bleikappen verteilen sich auf der oberen Halbkugel. Hier finden sich auch zwei Heißaugen und ein Haken. Zwei weiter Bleikappen auf Kniestücken befinden sich auf der unteren Halbkugel zusammen mit 3 nasenähnlichen Haken. In der Mitte befindet sich eine große runde Verschlussplatte (E.-Platte) mit Entschärfereinrichtung (E.E.), aus der die Zugstange herausragt. An dieser Zugstange sind ein Federpuffer und das Ankertau befestigt. Das Ladungsgewicht beträgt 300 kg Hexanit. Die Mine konnte mit einer von außen nicht sichtbaren Zeiteinrichtung (Z. E.) ausgestattet werden. Diese Zeiteinrichtung schaltete die Mine nach Tagen oder Wochen unscharf und brachte sie zum sinken. Die Mine konnte ebenfalls mit einer Entschärfereinrichtung (E. E.) ausgestattet sein. Die Kontakteinrichtung (K. E.) die von außen geschaltet werden konnte (Schalter mit "E" - Ein oder "A" - Aus) sollte je nach Schalterstellung und voreingestellter Schaltung, nach Schneiden oder Reißen des Ankertaus durch den Rücktritt der Zugstange die Mine entschärfen oder explodieren lassen. Da später der Schalter der Kontakteinrichtung auch für die Zeiteinrichtung verwendet wurde, war es für die Räumkommandos nicht einfach bei angetriebenen Minen festzustellen, ob diese scharf gestellt war oder nicht, zudem gab es Versager der Entschärfereinrichtung, da die Zugstange bei starkem Bewuchs nicht einfuhr und die Mine nicht unscharf stellte. Wenn möglich sollte die Mine dann gesprengt werden.

EMC mit Kette:

Die EMC mit Kette ist baugleich mit der Grundausführung. Die Mine hat aber zwischen Federpuffer und Ankertau einen 6 Meter langen Kettenvorlauf aus einer starkgliedrigen Kette als Sperrschutzmittel, welches das Räumen mit Schneidgreifern erschweren, bzw. verhindern soll. Als besonderes Kennzeichen sollen die Bleikappen rot gestrichen sein. Das Ladungsgewicht beträgt 250 kg.

EMC mit Kontaktauslösevorrichtung:

Die EMC mit Kontaktauslösevorrichtung ist baugleich mit der Grundausführung. Die Kontaktauslösevorrichtung (K. A.) sitzt auf dem Ankertau unmittelbar unter dem Federpuffer und über dem 30 Meter langen Wellpanzerschlauch der über das Ankertau gestreift ist. Einverbindungskabel das lose am Federpuffer gehalten wird führt von der Kontakauslösevorrichtung zu einer Durchführung in der E.-Platte. Die Kontaktauslösevorrichtung vergrößerte den Zündbereich der Mine. Das Ladungsgewicht betrug 250 kg oder 285 kg.

EMC mit Reißleine:

Die EMC mit Reißleine ist baugleich mit der Grundausführung. Zusätzlich ist eine aufschwimmende Reißleine angebracht, welche die Berührungszündung bis auf die Wasseroberfläche verlängert. Auf der unteren Halbkugel sind die zwei Bleikappen auf den Kniestücken mit Verlängerungen versehen und mit einem Draht verbunden. Mittig an diesem Draht ist die Reißleine befestigt. Wird die alte Reißleine aus Hanf verwendet, die mit Korkstückchen schwimmfähig gehalten wird, so hat die Mine auf der oberen Halbkugel in der Mitte nur eine Bleikappe und zwei weitere Bleikappen seitlich. Insgesamt fünf Bleikappen. Bei der Verwendung einer neuen schwimmfähigen Reißleine aus "Igelit" werden die üblichen sieben Bleikappen (fünf auf der oberen Halbkugel) verwendet. Das Ladungsgewicht beträgt 250 kg.

EMC mit Antennenzündung:

Die EMC mit Antennenzündung ist baugleich mit der Grundausführung, jedoch fehlt die obere Bleikappe. Hier sitzt isoliert ein Kupferteller, durch den die obere 20 oder 40 Meter lange Antenne isoliert durchgeführt ist. Die obere Antenne besteht aus einem Kupferdraht, der entweder durch Korkstücke aufgebojt oder von einer kugelförmigen aus Isoliermaterial bestehenden Antennenboje getragen wird. Die Antennenboje trägt mehrere Kupferspitzen. Die untere Antenne ist 15 oder 30 Meter lang und besteht aus einem Kupfergeflechtstrumpf der über das obere Teil des Ankertaus aufgeschoben ist. Die untere Antenne ist mit einer Gummiisolierung die über oben und unten über die Antenne hinaussteht zum Ankertau isoliert. Von der unteren Antenne läuft ein Kabel, welches lose am Federpuffer befestigt ist zu einer Durchführung an der E.-Platte. Das Ladungsgewicht beträgt 285 kg oder 300 kg.

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